Berliner-Krapfen-Pfannkuchen

Es gibt besondere Dinge, aber was macht sie eigentlich besonders?

Es ist der 30. Dezember 2016 und wir gehen einen Kaffe trinken, nachdem wir im Museum waren und die Wintersonne am Maschsee genossen haben. Die Auswahl beim Bäcker ist begrenzt. Die Laufkundschaft hat frei und wird daher nicht mit eingeplant.

Zum Kaffee gibt es einen Berliner… passt ja schließlich zum Jahreswechsel. Sonst ess ich die ja nicht aber heute passt es einfach.

Anschließend hat sich mein Sohn mit einem Freund verabredet. Die Mutter hat Berliner besorgt.

Nun geht es für meinen Sohn weiter zum „Männerabend“. Ich hol ihn am nächsten Morgen wieder ab. Vorher besorge ich Brötchen. Die ganze Auslage bei unserem Bäcker ist voll mit Berlinern, aber ich kaufe keine. Hatten wir ja gestern schon.

Zum Frühstück in der Südstadt gibt es unter anderem 2 Berliner für jeden, die am Tag vorher schon besorgt wurden. Eigentlich ganz nett aber… hatten wir ja schon.

Abends feiern wir mit Freunden. Es wurde zu viel eingekauft und wir sollen eine Packung mit 6 Berlinern mitnehmen.

Am nächsten Morgen probieren wir sie und geben auf.

So extrem hab ich das noch nie wahrgenommen. Ich hab zwar schon mitbekommen, dass Berliner ein Traditionsgebäck zu Silvester sind aber es gehörte nie zu den Traditionen, die ich aktiv gelebt habe. Irgendwie dachte ich auch, dass es vielleicht eher eine Tradition in den östlichen Bundesländern ist. 2007/2008 hab ich das damals vor Ort mitbekommen.

Ist das in den letzen Jahren mehr geworden? So wie die Weihnachtssüsigkeiten, gegen die man sich schon ab September wehren muss? Mehr Feuerwerk, mehr Deko, mehr Berliner?

Besonders sind Dinge, die nicht jederzeit und unbegrenzt verfügbar sind. Mehr ist nicht immer besser. Das gilt auch für Berliner zu Silvester.

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